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IMPÉRATRICE THÉOPHANO: PRINCESSE ARMÉNIENNE SUR LE TRÔNE ALLEMAND
 
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mafilou
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MessagePosté le: Mer 22 Juin 2016 - 03:10
MessageSujet du message: IMPÉRATRICE THÉOPHANO: PRINCESSE ARMÉNIENNE SUR LE TRÔNE ALLEMAND
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IMPÉRATRICE THÉOPHANO: PRINCESSE ARMÉNIENNE SUR LE TRÔNE ALLEMAND




KAISERIN THEOPHANU: ARMENISCHE PRINZESSIN AUF DEM DEUTSCHEN THRON


Von Azat Ordukhanyan
https://auroraprize.com/de/news/detail/7961/kaiserin-theophanu-armenische-p…
 
Vom 9. bis zum 11. Jahrhundert, als auf dem byzantinischen Thron die armenisch-makedonische Dynastie herrschte, kam es oft zu Heiratsbeziehungen zwischen westlichen und östlichen Königshäusern. Unter den politisch begründeten Heiratsbeziehungen ist der Fall der Theophanu besonders hervorzuheben. 
 
Theophanu stammte von zwei adeligen armenischen Familien ab. Ihre Tante Maria väterlicherseits war die erste Gattin des Kaisers Johannes Tsimikes. Ihre Mutter, die Prinzessin Sophia Phokas, war die Tochter des Großadmirals Leo Phokas. Kaiser Johannes Tsimiskes (geb. 925, gest. 976) stammte aus dem armenischen Fürstenhaus der Kurkuas (Armenisch: Gurgen). Historiker vermuten, dass Theophanu entweder in Armenien oder in einem der makedonischen Höfe der Familie Skleros geboren wurde - wahrscheinlich im Jahre 959.
 
Kaiser Johannes Tsimiskes hat sich um die Freundschaft mit dem Deutschen Kaiserhaus und um einen stabilen Frieden bemüht. Er hat nicht nur gefördert, dass Theophanu zur deutschen Kaiserin wird. Er hat auch einige seiner engen Vertrauten und Verwandten der jungen Kaiserin zur Verfügung gestellt, damit sie ihr mit Rat und Tat zur Seite stehen. Diese Leute haben der Kaiserin Theophanu und damit auch dem Deutschen Kaiserhaus aufrichtig gedient. Besonders bekannt unter ihnen ist der Armenier Niketas Kurkuas.
 
Am 14. April 972 wird Theophanu von Papst Johannes XII. in der Peterskirche in Rom mit Otto II. vermählt und zur Kaiserin gekrönt. Otto II. war der Sohn des Kaisers Otto der Große, der aus der sächsischen Dynastie stammte. 
 
Aus der Ehe von Theophanu und Otto II. gingen 5 Kinder hervor. Am 7. Dezember 983 wird ihr dreieinhalbjähriger Sohn Otto der III. nach dem Tod seines Vaters zum König und erst Jahre später zum Kaiser gekrönt. 
 
Theophanu wird damit zur Regentin des Reiches und verwaltet es sieben Jahre lang mit großer Klugheit - von 983 bis 991. Die byzantinische und europäische Politik Theophanus und die von ihr eingeführten politischen Prinzipien hinterlassen eine große Wirkung auf die zukünftige Politik ihres Sohnes und rechtmäßigen Nachfolgers Otto III. 
 
Theophanu hielt sich an das byzantinische und armenische politische Denken und Handeln. Die damaligen Chronisten, die späteren Geschichtsschreiber und die Historiker stellen Theophanu als eine der gebildetsten und berühmtesten Politiker ihrer Zeit dar. Eines der größten Verdienste Theophanus war, dass sie ein durchdachtes Programm zur Gründung eines gesamteuropäischen Staatensystems entworfen hatte. Sie versuchte es in den Jahren ihrer Regentschaft zu realisieren. 
 
Der deutsche Wissenschaftler und Schriftsteller Henry Benrath nennt Theophanu „trotz ihrer östlichen Herkunft die deutscheste aller deutschen Kaiserinnen“ und meint, „Theophanus früher Tod muss als ein nationales Unglück für Deutschland angesehen werden: so wie der frühe Tod des Kaisers Tsimiskes, ihres Oheims, ein nationales Unglück für Byzanz war.“   
 
Theophanu starb 991, in der Kaiserpfalz zu Nimwegen (Niederländisch: Nijmegen). Sie liegt in der Kirche St. Pantaleon in Köln begraben.
 
Quellen: 
Charanis, P.: The Armenians in the Byzantine Empire. In: Byzantinoslavica. Revue internationale des etudes Byzantines. Band XXII. Prague 1961, S. 196-240.
Rezension von A. Böhlig in: Byzantinische Zeitschrift Neunundfünfzigster Band, München 196, S. 373-374.
Ter Sahakean, H.K.: Die armenischen Kaiser von Byzanz. Band I. Maurikios (Morik), Wardan, Leon V (Levon), Basileios I. (Wasil), Leon VI., Alexandros (Alekhsandr).; Ders.: Band II. Porphyrogennetos (Perpherouzen), Lekapenos (Lekaben), Romanos II., Tzmiskes (Cmskik), Basileios II. (Wasil), Konstantinos VIII (Kostandin). – Die armenischen Kaiserinnen. Venedig 1905 (in armen. Sprache).
Rezension von A. Merk S. J., in: Byzantinische Zeitschrift, Neunzehnter Band, Leipzig Jg. 1910, S. 547-550.
Tinnefeld, Franz: Byzantinische auswärtige Heiratspolitik vom 9. zum 12. Jahrhundert. Kontinuität und Wandel der Prinzipien und der praktischen Ziele. In: Byzantinoslavica. Revue internationale des Etudes Byzantines. Prague 1993, S. 21-28. 
Deeters, Walter: Zur Heiratsurkunde der Kaiserin Theophanu. In: Braunschweigisches Jahrbuch, Band 54, S. 9-23. 
Wolf, Gunther: Vom Kaiserpalast in Byzanz zum Valkhof in Nimwegen. Anfang und Ende des Lebensweges der Kaiserin Theophanu. In: Kaiserin Thepohanu. Prinzessin aus der Fremde – des Westreichs Große Kaiserin. Hrsg. von Gunter Wolf. Köln-Weimar-Wien 1991, S. 18-26.  
Gussone, Nikolaus: Trauung und Krönung. Zur Hochzeit der byzantinischen Prinzessin Theophanu mit Kaiser Otto II. In: Kaiserin Theophanu. Begegnung des Ostens und Westens um die Wende des ersten Jahrtausends. Gedenkschrift des Kölner Schnütgen-Museums zum 1000. Todesjahr der Kaiserin. Hrsg. von Anton von Euw und Peter Schreiner. Band II. Köln 1991, S. 161-174. 
Perst, Otto: Zur Reihenfolge der Kinder Ottos II. und der Theophano. In: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters. 14. Jg. Heft 1, Köln-Graz 1958, S. 230-236. 
Ders.: Die Kaisertochter Sophie, Äbtissin von Gandersheim und Essen. In: Braunschweigisches Jahrbuch 38, 1957, S. 5-46. 
Wolf, Gunther: Prinzessin Sophia (978-1039). Äbtissin von Gandersheim und Essen: Enkelin, Tochter und Schwester von Kaisern. In: Niedersächsisches Jahrbuch 61, 1989, S. 105-123. 
Laudage, Johannes: Das Problem der Vormundschaft über Otto III. In: Kaiserin Theophanu. Begegnung des Ostens und Westens um die Wende des ersten Jahrtausends. Gedenkschrift des Kölner Schnütgen-Museums zum 1000. Todesjahr der Kaiserin. Hrsg. von Anton von Euw und Peter Schreiner. Band II. Köln 1991, S. 261-276. 
Althoff, Gerd: Vormundschaft, Erzieher, Lehrer – Einflüsse auf Otto III. In: Kaiserin Theophanu. Begegnung des Ostens und Westens um die Wende des ersten Jahrtausends. S. 277-290. 
Uhlirz, Mathilde: Zu dem Mitkaisertum der Ottonen: Theophanu coimperatrix. In: Byzantinische Zeitschrift, Fünfzigster Band 1957, S. 383-389. 
Eickhoff, Ekkehard: Kaiser Otto III. Die erste Jahrtausendwende und die Entfaltung Europas. Stuttgart 1999. 
Beumann, H.: Die Ottonen. Zweite Auflage. Stuttgart-Berlin-Köln 1991. 
Fried, Johannes: Theophanu und die Slawen. Bemerkungen zur Ostpolitik der Kaiserin. In: Kaiserin Theophanu. Begegnung des Ostens und Westens um die Wende des ersten Jahrtausends. S. 361-370.  
Irmscher, Johannes: Otto III. und Byzanz. In: Byzanz und das Abendland im 10. und 11. Jahrhundert. Hrsg. von Evangelos Konstantinou. Köln-Weimar-Wien 1997, S. 207-230. 
Wolf, Gunter: Kaiserin Theophanu und Europa. In: Kaiserin Thepohanu. Prinzessin aus der Fremde – des Westreichs Große Kaiserin. Hrsg. von Gunter Wolf. Köln-Weimar-Wien 1991, S. 97-105. 
Benrath, Henry: Die Kaiserin Theophano. Stuttgart 1950, S. 571. 
Fußbroich, Helmut: Das Grab der Kaiserin Theophanu in Sankt Pantaleon zu Köln. In: Kaiserin Thepohanu. Prinzessin aus der Fremde – des Westreichs Große Kaiserin. Hrsg. von Gunter Wolf. Köln-Weimar-Wien 1991, S. 295-299. 
Stratmann, Martina: Nachleben und Popularisierung. In: Kaiserin Theophanu. Begegnung des Ostens und Westens um die Wende des ersten Jahrtausends. S. 419-423.  

 
 
 
Bild: Horst Reimer
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